Psychopathen Anzeichen

Psychopathen erkennen

Psychopathen erkennen – Verhaltensmuster gefährlicher Personen

Im US-Handbuch der Psychiatrie, dem „DSM-5“ (steht für Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders), werden Psychopathen und Soziopathen unter dem Begriff „antisoziale Persönlichkeiten“ gelistet. Psychopathen und Soziopathen zeigen oft das gleiche Verhalten: sie respektieren keine Gesetze oder sozialen Normen, sie sprechen anderen das Recht auf Selbstbestimmung ab, tendieren zu äußerst manipulativem und gewalttätigem Verhalten und zeigen keine Schuld- oder Reuegefühle. Im Vergleich zu Soziopathen, die durchaus Gefühle haben, diese aber nicht unter Kontrolle haben, fehlt es Psychopathen komplett an Mitgefühl oder authentischen Bindungen an andere Menschen. Psychopathen sind dabei aber oft äußerst charmant, chronische Lügner und verfügen auf den ersten Blick über eine große soziale Kompetenz. Ihnen gelingt es durch ihre manipulative Art schnell, das Vertrauen anderer Menschen zu gewinnen.

In Fachkreisen sagt man, dass man Psychopathen bis maximal zu ihrem 35. Lebensjahr noch erkennen kann, danach haben diese sich so gut in ihre Umgebung angepasst und gelernt, Gefühle zu imitieren und dadurch als „normal“ zu scheinen, dass man den Psychopathen selbst nicht mehr erkennen kann. Erkennbar werden Psychopathen dann aber durch dessen Umfeld und deren Verhalten. Genau dieses Umfeld lässt verlässliche Rückschlüsse zu. Psychopathen sind beispielsweise in Unternehmen an den Symptomen erkennbar, z.B. dass zunehmend die Top-Performer gehen, die Stimmung dramatisch schlechter wird, es extrem gespaltene Reaktionen auf diese Person gibt (totaler „Fan“ oder scharfer „Kritiker“) etc. Erkennbar sind diese Personen nur mit Abstand, aufgrund des Umfeldes, auf lange Sicht und anhand ihrer Taten. Nonverbale Anzeichen einer Lüge sucht man bei Psychopathen in aller Regel vergebens. Hier sind besondere Fragetechniken von entscheidender Bedeutung.

Menschen mit gefährlichen Persönlichkeiten werden immer versuchen, einen zu dominieren – sei es physisch oder psychisch. Ein Psychopath leidet unter einer antisozialen Persönlichkeitsstörung – er kann keine Empathie empfinden. Allerdings kann er Menschen sehr gut einschätzen und wirkt deshalb sehr charmant und einfühlsam. Er gibt einem das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Ein Psychopath tut sich schwer damit, seine Aggression zu kontrollieren und ist sehr impulsiv. Psychopathen suchen ständig nach Stimulation und langweilen sich schnell. Psychopathen kommen geschlechterunspezifisch vor. Schätzungen zufolge machen sie ca. 1% der Weltbevölkerung aus, sind aber zu über 14% im Top-Management zu finden.

Psychopath Merkmale – 8 Anzeichen für Psychopathen:

1. Sehr charmant – und im nächsten Augenblick nicht mehr.
2. Ihm wird schnell langweilig.
3. Lügt ständig.
4. Zeigt keine Reue.
5. Hat keine Freunde.
6. Hat unkontrollierte Wutausbrüche.
7. Hat ein großes Ego.
8. Hält sich nicht an seine Versprechen.
Psychopathen sind Menschen ohne Menschlichkeit. Das Verhalten kann man als „saubere Gewalt“ bezeichnen, meist sieht man dies am Verfall der Opfer. Oft empfinden psychopathische Menschen einen Genuss, ihr Opfer zu benutzen. Das vorrangige Ziel der meisten Psychopathen ist es, an Macht zu gelangen und Macht zu behalten: Macht, Status, Informationen, Geld, Einfluss…
Ein Psychopath spürt recht treffsicher Schwachstellen und Sehnsüchte seiner Opfer auf und wartet, bis diese Person schwach wird. Seine Methodik: Verwirrung und Verführung des Opfers. Ein Psychopath versucht alles, sein Objekt zu isolieren und mit Informationen zu infizieren und hüllt diese so lange aus, bis nichts mehr da ist.

Psychopathen erkennen

In vier Schritten nähert sich der Psychopath meist seinen Opfern:
  1. Totale Bestätigung – er gibt sich als absoluter Fan dieser Person, bestärkt die Person in ihren Eigenschaften und Werten.
  2. Spiegelung – er kopiert fast alles der Person und wird somit zum Spiegelbild seines Opfers. Er will genauso sein wie die Person und macht ihr alles nach.
  3. Unteroffizier – er gibt vor: „Deine Ziele sind auch meine Ziele“. Er suggeriert Vertrauen und absolute Sicherheit.
  4. Symbiose – er wird zum perfekten Freund / Kollegen und verspricht etwas Einzigartiges: die wahre Freundschaft etc.

Psychopath Verhaltensmuster

Hat der Psychopath dies erreicht, erfolgt dann schleichend die Gewalt. Das Opfer hat zunehmend das Gefühl, nicht  mehr Herr seiner Sinne und seiner Selbst zu sein. Zu Beginn warnt der Psychopath eventuell subtil vor sich selbst, aber in jedem Fall warnt er sein Opfer vor einer anderen Person (z.B. vor Menschen, die das Opfer potenziell warnen , beschützen und ihm die Augen öffnen könnten). Das Ziel des Gefährders ist es, sein Opfer psychologisch zu verpflichten. Das Mitgefühl des Opfers wird aktiviert und das Helfersyndrom / der Beschützerinstinkt wird geweckt. Das Opfer glaubt lange Zeit noch, es sei frei in seinen Entscheidungen. Aber: es findet eine seelische Bevormundung in einem emotionalen Abhängigkeitsverhältnis statt, das Opfer wird zunehmend verwirrt. Konflikte werden nie offen benannt, es finden immer häufiger unterschwellige Vorwürfe statt, die aber noch Raum für Deutungen und Interpretationen lassen. Der Psychopath wird mit vielen subtilen Botschaften arbeiten, die zu Beginn nicht sofort als zerstörerisch und aggressiv erkennbar sind.
Es folgt eine negative Konditionierung des Opfers. Das Opfer wird mehr und mehr destabilisiert und sucht permanent nach der Anerkennung durch den Psychopathen, der diese seinem Opfer aber zunehmend entzieht. Die effektivste Form, sein Opfer zu destabilisieren, besteht für den Psychopathen darin, dass das Opfer sich Schuldgefühle einredet. Psychopathen verstricken ihre Opfer oft auch in sogenannte Double Binds. Darunter versteht man sich selbst widersprechende Aufforderungen, die die andere Person lähmen, weil sie doppelte, nicht miteinander vereinbare Botschaften enthalten. Es ist diese Kopplung sich widersprechender Aufforderungen, die Zwänge und die Illusion der Alternativen, die die Opfer in eine scheinbar ausweglose Situation bringen.
Die Opfer von Psychopathen verlieren ihre Natürlichkeit und Authentizität und neigen zu selbstzerstörerischem Verhalten. Oft werden die Opfer zunehmen aggressiv und dadurch irgendwann selbst zu Aggressoren. Es gibt keine typischen Opferpersönlichkeiten für Psychopathen, jedoch sind deren Opfer meist leicht isolierte (z.B. Top-Manager), tugendreiche und gewissenhafte Menschen.
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