Was sind Micro Expressions?

Die emotionale Intelligenz, auch bekannt als EQ, steht für die Fähigkeit, Gefühle zu erkennen, zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Sie spielt eine entscheidende Rolle in unserem persönlichen und beruflichen Leben. Um tiefgreifende und bedeutsame Gespräche mit anderen Menschen führen zu können, ist es unerlässlich, ihre Emotionen zu verstehen. Dies kann erreicht werden, indem du ihren Worten aktiv zuhörst und ihre Körpersprache und Gesichtsausdrücke liest.

In den meisten Fällen erfasst unser Gehirn automatisch die Gesichtsausdrücke anderer Menschen – vor allem die offensichtlichen und langanhaltenden Gesichtsausdrücke, die als Makroexpressionen bezeichnet werden. Allerdings beleuchten diese offensichtlichen Ausdrücke nur einen kleinen Ausschnitt der emotionalen Welt unseres Gesprächspartners.

Besonders entscheidend sind hingegen die sogenannten Mikroexpressionen, die spontan und unbewusst auftreten und weder absichtlich erzeugt noch unterdrückt werden können. Sie können wertvolle Einblicke in die verborgenen Emotionen unseres Gesprächspartners bieten und, wenn sie zusammen mit anderen nonverbalen und verbalen Hinweisen interpretiert werden, sogar auf Täuschung hindeuten.

Mikroexpressionen sind kurze, unwillkürliche Gesichtsausdrücke, die als Reaktion auf einen emotionalen Stimulus auftreten. Sie werden als „mikro“ bezeichnet, weil sie sehr kurz sind und in der Regel nur den Bruchteil einer Sekunde dauern (weniger als eine halbe Sekunde). Mikroausdrücke sind oft schwer zu erkennen, weil sie so schnell auftreten und oft sehr subtil sind.

Mikroexpressionen können die wahren Gefühle oder Emotionen einer Person offenbaren, selbst wenn diese versucht, sie zu verbergen oder zu unterdrücken. So kann eine Person beispielsweise versuchen, ihre Wut oder Verachtung während eines Gesprächs zu verbergen, aber ihre Mikroexpressionen können ihre wahren Gefühle verraten.

Mikroexpressionen werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt, darunter in der Psychologie, der Strafverfolgung und der Wirtschaft, um menschliches Verhalten und Emotionen zu verstehen.

Entdeckung und Forschung

Bis in die 1970er Jahre hatten Psychologen und Wissenschaftler keine Ahnung, dass menschliche Gesichter Mikroexpressionen zeigen. Sie wurden von den Psychologen Ernest Haggard und Kenneth Isaacs entdeckt, als sie psychotherapeutische Videomaterialien in Zeitlupe abspielten, um nonverbale Interaktionen zwischen Psychotherapeuten und ihren Patient*innen zu studieren.

Forschungen haben gezeigt, dass selbst von Geburt an blinde Menschen, die diese Emotionen noch nie auf den Gesichtern anderer Menschen gesehen haben, spontan die gleichen Gesichtsausdrücke zeigen.

Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Gesichtsausdrücke der Grundemotionen möglicherweise biologisch angeboren sind und nicht aus der Umgebung durch Nachahmung erlernt werden.

Facial Action Coding System

Das Erkennen und Deuten von Mikroexpressionen basiert auf der Klassifikation der Grundemotionen und ihrer Gesichtsausdrücke nach dem bekannten US-Emotions- und Mimikforscher Dr. Paul Ekman, der auch das berühmte Facial Action Coding System (FACS) entwickelt hat, das in der Forschung weit verbreitet ist. Paul Ekman entwickelte zusammen mit seinen Kollegen Wallace Friesen und Joseph Hager das Facial Acting Coding System (F.A.C.S.). FACS ist eine internationale Standardklassifikation der mimischen Muskelbewegungen im Gesichts- und Kopfbereich. Zwar haben wir Menschen bis zu 10.000 wahrnehmbare Gesichtsausdrücke, das Facial Acting Coding System fasst die mimischen Gesichtsausdrücke aber in 44 Action Units (mimische Bewegungseinheiten) zusammen, wovon 18 die wichtigsten sind. FACS ist auch die Grundlage der US-Erfolgsserie „Lie to Me“. Aus dem FACS-System ist das recht einfach zu erlernende System der Mikroexpressionen geworden.

Was sind Mikroexpressionen?

Kurz gesagt sind Mikroexpressionen ein kurzer, unwillkürlicher Gesichtsausdruck, den Menschen bei intensiven Gefühlen machen. Mikroexpressionen, auch Mikromimik genannt, sind flüchtige Gesichtsausdrücke, die nur Sekundenbruchteile dauern. Mikroexpressionen gehören zum angeborenen Verhaltensrepertoire der Menschen und sind unabhängig von Kultur, Geschlecht oder Rasse. Da jeder von uns ganz unwillkürlich die gleichen sieben Gesichtsausdrücke annimmt, können wir sie studieren, erkennen und entschlüsseln.

Mikroexpressionen sind sehr schnelle Gesichtsausdrücke von Emotionen. Während eines Gesprächs huschen Mikroexpressionen unbemerkt über die Gesichter der Beteiligten und reflektieren ihre wahren Emotionen. Oft sind weder derjenige, der die Mikroexpression zeigt, noch der Gesprächspartner sich dieser subtilen Ausdrücke bewusst. Sie dauern nur bis zu 0,5 Sekunden, während reguläre Gesichtsausdrücke von Emotionen (Makroexpressionen) wesentlich länger dauern und bis zu 4 Sekunden anhalten können. Mikroexpressionen zeigen in der Regel die Grundemotionen Überraschung, Wut, Angst, Ekel, Freude, Traurigkeit und Verachtung, aber Kombinationen sind ebenfalls möglich.

Mikroexpressionen richtig deuten

mimik lesen Laut Paul Ekman können wir unsere Emotionen als Reaktion auf ein Ereignis für kurze Zeit nicht kontrollieren. „Es gehört zu unserem evolutionären Erbe, dass wir Signale aussenden, sobald uns ein Gefühl befällt“, so Ekman. Wir haben 44 Muskeln in unserem Gesicht, die unmittelbar unsere wahren Emotionen sichtbar machen. Diese emotionalen Ausrücke sind meist nur bis zu 0,5 Sekunden im Gesicht sichtbar und werden Mikroexpressionen genannt. Die Mikroexpressionen gehören zu den wichtigsten Bereichen der nonverbalen Kommunikation. Diese geben Aufschluss über die 7 universelle Basisemotionen, die nach Ekman weltweit kultur- und geschlechterübergreifend gleich sind:

  • Freude
  • Verachtung
  • Ekel
  • Wut / Ärger
  • Trauer
  • Angst
  • Überraschung

Wenn wir nicht wissen, was ein bestimmter Gesichtsausdruck bedeutet, können wir diesen einfach nachahmen und wissen dann oftmals auf diese Weise, was diese Mikroexpression bedeutet. Die wissenschaftliche Erklärung dafür heißt „Facial-Feedback-Hypothese“. Demnach hängen unsere Gefühle und unsere Mimik untrennbar zusammen. Wenn wir ein Gefühl haben, dann spiegelt sich dieses direkt in unserem Gesicht wider. Und umgekehrt: nehmen wir einen bestimmten Gesichtsausdruck an, stellt sich das zugehörige Gefühl nach kurzer Zeit ein.

Das Erkennen von Mikroexpressionen kann eine wichtige Fähigkeit sein, um die wahren Emotionen deiner Gesprächspartner zu erkennen und tiefe und sinnvolle Gespräche zu führen. Es kann auch dazu beitragen, emotionale Inkongruenzen zwischen dem, was nach außen gezeigt wird und dem, was innerlich empfunden wird, zu identifizieren und in Echtzeit Veränderungen im emotionalen Zustand während eines Gesprächs zu beobachten.

Darüber hinaus kann die Fähigkeit, Mikroexpressionen zu erkennen, helfen, Täuschung zu erkennen, wenn sie mit anderen verbalen und nonverbalen Hinweisen kombiniert wird. Es ermöglicht auch, verborgene Emotionen aufzudecken, sei es verschleierte Emotionen oder sogar Emotionen, die die betroffene Person selbst noch nicht erkannt hat.

Das richtige Erkennen und Deuten von Mikroexpressionen steigert unsere emotionale Intelligenz und fördert unseren beruflichen Erfolg.

Studien: Mikroexpressionen lernen

Es gibt mehrere Studien, die die Wirksamkeit von Mikroexpressionen in verschiedenen Bereichen untersucht haben. So haben Untersuchungen gezeigt, dass Menschen, die im Mikroexpressionen erkennen geschult sind, besser in der Lage sind, Täuschungen bei anderen Personen zu erkennen als ungeschulte Personen. In einer Studie, die in der Fachzeitschrift Law and Human Behavior veröffentlicht wurde, fanden Forscher heraus, dass Strafverfolgungsbeamte, die in der Erkennung von Mikroausdrücken geschult wurden, Täuschungen in Videoaufnahmen von Verdächtigen besser erkennen konnten als diejenigen, die keine Schulung erhielten.

Andere Studien haben ergeben, dass Menschen, die in der Erkennung von Mikroexpressionen trainiert sind, die Emotionen anderer besser verstehen und über eine höhere emotionale Intelligenz verfügen. In einer Studie, die in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht wurde, fanden Forscher heraus, dass Personen, die bei einem Test zur Erkennung von Mikroausdrücken besser abschnitten, auch die Emotionen anderer besser erkennen konnten und über bessere soziale Fähigkeiten verfügten als diejenigen, die bei dem Test schlechter abschnitten.

In der Geschäftswelt hat die Forschung gezeigt, dass die Fähigkeit, Mikroausdrücke zu erkennen, bei Verhandlungen, im Verkauf und im Kundendienst von Nutzen sein kann. Eine im Journal of Consumer Research veröffentlichte Studie ergab beispielsweise, dass Verkäufer, die im Erkennen von Mikroausdrücken geschult wurden, besser in der Lage waren, eine Beziehung zu Kunden aufzubauen und Verkäufe abzuschließen, als diejenigen, die kein Training erhielten.

Die wichtigsten Mikroexpressionen und deren Merkmale im Überblick

Mikroexpression Freude

Freude oder Glück umfasst eine breite Palette positiver Emotionen, darunter sensorische Freude, Mitgefühl, Erleichterung, Staunen, Erregung und sogar Emotionen, die wir möglicherweise als weniger positiv empfinden, wie Schadenfreude, die Freude über das Unglück anderer.

Ein Ausdruck von Glück zeigt sich im Gesicht in Form eines Lächelns. Bei diesem Gesichtsausdruck heben sich beide Mundwinkel gleichzeitig nach oben, wodurch die Wangen ansteigen. Dies führt häufig zu charakteristischen Linien um den Mund und an den Seiten des Gesichts. Ein authentisches Lächeln wird von entspannten Muskeln in der äußeren Augenwinkelregion begleitet, wodurch kleine Falten um die Augen herum entstehen, die oft als „Krähenfüße“ bezeichnet werden. Es ist wichtig, auf das Timing der Gesichtsbewegungen zu achten: Ein echtes Lächeln erscheint und verschwindet in einem natürlichen Tempo, während ein falsches Lächeln oft starr und fast eingefroren wirkt.

  • Krähenfüße an den Augen
  • Falten an der Nase
  • Lippenränder hoch- und zurückgezogen
  • beide Mundwinkel gehen symmetrisch nach oben (bei echten Lachen bewegen sich die Augen mit)

Mikroexpression Verachtung

Verachtung ist von den sieben Grundemotionen die einzige, die asymmetrisch ist. Bei Verachtung zieht sich eine Seite des Mundes nach oben, was skeptisch wirken kann oder fast wie ein halbes Lächeln aussieht. Dies führt oft dazu, dass Menschen Verachtung fälschlicherweise mit einem Lächeln verwechseln und ihm eine positive Bedeutung zuschreiben, obwohl es tatsächlich das Gegenteil bedeutet.
Eine Person, die Verachtung zeigt, respektiert ihren Gegenüber nicht und betrachtet sich selbst als überlegen. Der Ausdruck von Verachtung resultiert aus einem bereits gefällten negativen Urteil. Verachtung steht für eine Form der psychologischen Distanzierung oder Nichtidentifikation mit der anderen Person, was zwischenmenschliches Verständnis und Empathie behindern kann.

  • Verachtung zeigt sich im Gegensatz zu anderen Emotionen nur auf einer Gesichtsseite
  • eine Seite der Lippe zieht nach oben
  • beim Lachen: eine Seite zieht schneller oder höher (Zeichen für leichte Verachtung)

Mikroexpression Ekel

Wir empfinden Ekel, wenn etwas in irgendeiner Weise „giftig“ für uns ist, sei es physisch, moralisch oder emotional. Aus evolutionärer Sicht schützt uns das Gefühl von Ekel und die Fähigkeit, ihn in anderen Gesichtern zu erkennen, davor, vergiftet oder kontaminiert zu werden. Die übliche Reaktion beim Erleben von Ekel ist, sich von seiner Quelle zurückzuziehen.
Im Gesichtsausdruck des Ekel werden die Augenbrauen gesenkt, und die Nase wird gerümpft. Die Augen sind schmal. Die Oberlippe wird angehoben, wodurch zwei charakteristische vertikale Linien von den Seiten der Nase zum Mund entstehen. Diese vertikalen Linien zusammen mit dem gerümpften oberen Teil der Nase sind die typischsten Merkmale. Wie bei der Wut können die Lippen geöffnet oder geschlossen sein. Wenn sie geöffnet sind, nehmen die Lippen eine quadratische Form an. Manchmal kann Ekel auch das Herausstrecken der Zunge beinhalten.
Da die Mikroexpression „Ekel“ oft mit „Wut“ verwechselt wird: Wut wird oft von einer Kopfbewegung begleitet, während beim Ekel die Kopfhaltung normalerweise beibehalten wird. Zudem lässt Ekel die Nase stärker runzeln.

  • Nasenfalten (horizontal) sichtbar, Wangen erhoben, Oberlippe angezogen, Nase ggf. hochgezogen
  • ggf. zieht die Person die Oberlippe nach oben

Mikroexpression Wut / Ärger

Wir empfinden normalerweise Wut, wenn wir uns bedroht fühlen, unfair behandelt werden oder daran gehindert werden, ein Ziel zu erreichen. In ihrer essenziellen evolutionären Funktion schützt sie uns davor, misshandelt, verletzt oder gar getötet zu werden. Für das Erleben von Wut spielt es keine Rolle, ob die Bedrohung real oder eingebildet ist. Sie hilft uns, Energiere­serven zu mobilisieren, um dagegen anzukämpfen.
Im Gesichtsausdruck der Wut werden die Augenbrauen nach unten gezogen, und die Augen treten hervor, während das untere Augenlid nach oben wandert. Die Lippen sind entweder fest zusammengepresst und bilden eine Linie oder öffnen sich, um Zähne zu zeigen, die an das Zähnefletschen von wütenden Tieren erinnern.

  • Augenbrauen gesenkt und zusammengezogen, tiefe vertikale Linien zwischen Augenbrauen, Lippen zusammengepresst oder offen
  • Augenlider zusammengezogen
  • Augenbrauen ziehen nach unten & Augenlider nach oben
  • Kiefer nach vorne
  • Lippen zusammengepresst = kontrollierte Wut
  • Muskeln angespannt

Mikroexpression Trauer

Wir erleben Traurigkeit als emotionale Schmerzen in Reaktion auf ein Gefühl des Verlusts. Diese Art von Verlust kann von einer kleinen Enttäuschung unserer Erwartungen bis zu tiefer Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen reichen.
Im Gesichtsausdruck der Traurigkeit ziehen sich in der Regel beide Mundwinkel nach unten. Diese Veränderung kann auffällig sein oder nur schwer zu erkennen. Gleichzeitig werden die inneren Enden der Augenbrauen nach oben und in Richtung Mitte gezogen, manchmal begleitet von vertikalen Falten zwischen ihnen. Die Augenlider wirken entspannt und verleihen den Augen eine charakteristische dreieckige Form. Zudem kann es dazu führen, dass die Muskulatur im Bereich des Kinns leicht angehoben wird.

  • innere Enden der Augenbrauen ziehen sich zur Stirnmitte hoch
  • Mundwinkel gehen runter
  • Augenfokus geht verloren (ausdruckslos)
  • ggf. Kinn nach oben
  • Schmollmund (Unterlippe)
  • zusammengepresste Lippen = kontrollierte Trauer

Mikroexpression Angst

Ähnlich wie Wut ist Angst eine tief verwurzelte menschliche Emotion, die in allen Säugetieren und vielen anderen Arten vorkommt. Tatsächlich ist Angst in evolutionärer Hinsicht weitaus älter als beispielsweise das Gefühl der Verachtung.
Im Wesentlichen ist die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion eine grundlegende Überlebensstrategie des Menschen, die darauf abzielt, sich von potenziellen Gefahrenquellen zu entfernen. Während dieser Reaktion werden alle unsere Muskeln auf eine Flucht vorbereitet, indem sie an Spannung zunehmen, unsere Herzfrequenz und Atmung beschleunigen und unser gesamtes grundlegendes Stoffwechselsystem mit Adrenalin förmlich überfluten.
Diese Reaktion basiert auf einem uralten evolutionären Schaltkreis in unserem Gehirn, der innerhalb von Millisekunden auf mögliche Bedrohungen reagieren kann, sei es durch Flucht (Angst) oder durch Gegenwehr (Aggression). Sie involviert Schlüsselbereiche des emotionalen Zentrums unseres Gehirns, wie die Amygdala und den Hypothalamus.
Die Angst ermöglicht es uns, potenzielle Gefahren zu antizipieren, die unsere Sicherheit gefährden könnten, unabhängig davon, ob diese Gefahren real oder eingebildet sind. In der modernen Welt sind viele unserer Ängste sozial geprägt und beziehen sich auf eingebildete Bedrohungen, die nicht zwangsläufig physischer Natur sind. Dennoch bleibt die emotionale Reaktion auf diese Ängste identisch mit der Reaktion auf tatsächliche, lebensbedrohliche Gefahren.
Im Gesichtsausdruck der Angst werden die oberen Augenlider nach oben gezogen, wobei oft weißer Raum über der Iris der Augen sichtbar wird. Die Augenbrauen werden nach oben gezogen. Horizontale Falten können auf der Stirn erscheinen. Der Mund kann geschlossen, geöffnet oder sogar seitlich gestreckt sein, wodurch die Zähne sichtbar werden. Der Gesichtsausdruck der Angst kann manchmal mit dem Gesichtsausdruck der Überraschung verwechselt werden, insbesondere wenn er in schnellen Mikroexpressionen auftritt. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist, dass das Gesicht bei Überraschung entspannter erscheint.

  • Lippen leicht geöffnet, aber angespannt
  • Augenbrauen gehen nach oben & ziehen sich zusammen
  • Falten in Stirnmitte
  • Augenlider angespannt
  • Mund zurückgezogen
  • Augen weit offen
  • Augenlider nach oben (länger als bei Überraschung)
  • Mund ist ggf. offen & angespannt
  • Lippen dehnen sich horizontal

Mikroexpression Überraschung

Überraschung ist eine normale Reaktion auf ein unerwartetes Ereignis. Unser Gehirn erstellt ständig ein Modell der Welt, in der wir uns befinden, und versucht, basierend auf dem, was uns zuvor passiert ist, vorherzusagen, was als Nächstes passieren wird. Wenn etwas gegen die Vorhersagen unseres internen Modells verstößt, wird eine Überraschungsreaktion ausgelöst, die unsere Aufmerksamkeit auf das Neue lenkt.
Im Gesichtsausdruck der Überraschung werden die oberen Augenlider nach oben gezogen, und der Mund hängt offen – das sogenannte Herabsinken des Kiefers. Der Gesichtsausdruck der Überraschung kann manchmal mit dem der Angst verwechselt werden. Bei Überraschung werden die Augenbrauen in entspannter Weise nach oben gezogen, während beim Ausdruck der Angst in der Regel horizontale Falten auf der Stirn zu finden sind.

  • Überraschung ist die kürzeste Emotion
  • Augenbrauen erhoben
  • Augen weit offen
  • Mund offen und angespannt
  • Augenlider gehen kurz nach oben
  • Kiefer „fällt runter“ – Mund offen

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