Lügen erkennen

Lügen sicher erkennen

Täuschungen erkennen und Lügner entlarven

Profiling ist ein Wort, das viele von uns aus US-amerikanischen Krimiserien kennen. Und in der Tat wird „Profiling“ häufig im Zusammenhang mit der Kriminalistik verwendet. Von der Bedeutung her besagt es „Erstellung, Aktualisierung und Verwendung von Profilen“. Das Profiling ermöglicht uns also das Erstellen von Persönlichkeitsprofilen. Dies ist von entscheidender Bedeutung für das Erkennen von Lügen.
Bestandteile, die beim Profiling unseres Gegenübers relevant sind:
  • Stimme
  • Sprache
  • Körpersprache (Mimik, Gestik, Körperhaltung, Bewegungsabläufe, Schritte, Gangart)
  • Zusätzlich ggf.: Optik & Styling, Proxemik (Raumverhalten), System indem sich die Person bewegt (Familie, Freunde, Organisationen), Wohnsituation, Auto, Ordnung, Umgang mit anderen…
Vieles von dem, was wir bei unserem Gegenüber erkennen können, wird vom sogenannten Limbischen System gesteuert. Dieser Teil des Gehirns reagiert auf die Welt um uns herum reflexartig und unmittelbar, ohne dass wir „nachdenken“ müssen oder dies mit unserem Verstand bewusst steuern können. Unseren erste Reaktionen sind daher immer authentisch und ehrlich. Diese Reaktionen sind häufig sehr subtile Mikroreaktionen und ungemein hilfreich beim Erkennen von Lügen.

Was sind Lügen und wie erkennt man dieseWas sind Lügen?

Bis zu 200 Mal werden wir pro Tag belogen. Die meisten von diesen Lügen sind soziale oder kleine Notlügen. Dabei sind wir Studien zufolge fast alle gleich schlecht beim Erkennen von Lügen – egal ob Studenten, Polizisten oder erfahrene Ermittler. Die Menschen haben den Drang, an das Gute und Gerechte zu glauben. Dies hat für uns Menschen auch mehrere Vorteile: reduzierte Schwermut des Alltags durch permanentes Misstrauen und Hinterfragen; zusätzliche Anstrengung, jemandem nicht zu glauben; Berufsgruppen wie z.B. Pfarrer, Polizisten, Lehrern etc. gibt man einen gewissen Vertrauensvorschuss usw. Dieses Phänomen nennt man auch Expectancy-Effect: Menschen glauben erst einmal, was man ihnen sagt, und neigen dann dazu, ihre Erwartung unbewusst bestätigt zu sehen.
Frauen und Männer lügen ungefähr gleich oft, aber Männer lügen mehr über sich selbst (z.B. um sich besser darzustellen), Frauen mehr über andere (z.B. um diesen eine Freude zu machen bzw. nicht zu verletzen). Menschen lügen schon als Kleinkind um dadurch einen Vorteil zu bekommen oder einer Bestrafung zu entgehen. Die Gründe für das Lügen sind auch im Erwachsenenalter vielfältig:
  • Vorteil
  • Bestrafung vermeiden
  • Konflikte vermeiden
  • geringes Selbstbewusstsein
  • Lügen gegen sich selbst (Lebenslüge)
  • etc.
Die meisten Gründe fürs Lügen sind:
  • Sex
  • Geld
  • Macht
Im Wesentlichen lügen wir also zum eigenen Vorteil, um andere zu schützen, uns zu schützen, aus Unsicherheit oder Höflichkeit!
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Die 15 wichtigsten Lügenmotivationen im Überblick

  1. Angst vor Bestrafung
  2. Schutzverhalten gegenüber dritten Personen & Enttäuschungen
  3. Vorteilserlangung
  4. Rachsucht
  5. Egobefriedigung / Selbstwerterhöhung (auch Statussymbole)
  6. Angst vor Gesichtsverlust
  7. Unsicherheit
  8. Notlügen
  9. Irrtum
  10. Scham
  11. Eitelkeit / Geltungssucht
  12. Höflichkeit
  13. durch Lüge Anerkennung & Zuwendung bekommen
  14. Faulheit (oder um Faulheit zu verdecken)
  15. Mangel an Vertrauen
Häufig fühlen sich Menschen durch zwei Faktoren zum Lügen animiert:
Geringes Entdeckungs- und Bestrafungsrisiko und hoher Eigennutz!
Extrovertierte Menschen lügen tendenziell häufiger, introvertierte lügen seltener und wenn, dann sind es eher „Notlügen“. Beim Erkennen einer Lüge ist die Frage nach der Motivation zur Lüge wichtig: warum könnte diese Person gelogen haben und welche Motivation hat diese Person für eine Lüge?

Diese Arten von Lügen begegnen uns immer wieder

verdächtiges Verhalten bei einer Lüge
  1. klassische Lüge
  2. Mischung aus wahren und unwahren Teilen
  3. irreführende Angaben / Täuschung (Wichtiges weglassen, etwas Irreführendes erzählen, Falsches nicht korrigieren)

Einfache Beispiel-Technik zum Lügen erkennen

Da wir beim Lügen uns schon sehr stark auf den Inhalt der Lüge konzentrieren müssen und es unmöglich ist, alles gleichzeitig zu kontrollieren, ist diese Technik auch eine sehr wirkungsvolle beim Erkennen einer Lüge und vor allem eine, die jeder sofort im Alltag integrieren kann:

Den vermeintlichen Lügner in eine Situation hoher Konzentration bringen und ihn dort befragen (z.B. Autofahren, Kochen etc.). Diese Person wird nun mehr Probleme haben, sich auf die Lüge zu konzentrieren und die Chance, dass die Person Fehler macht oder sich verrät, steigt.

Insider-Tipp: beim Lügen kontrollieren wir vorrangig unsere Sprache bzw. den Inhalt, gefolgt von unserem Kopf, den Armen und Händen. Ein weiterer Grundsatz beim Erkennen unseres Gegenübers lautet daher: je weiter wir uns vom Kopf entfernen, desto verlässlicher fällt der Hinweis aus, den dieser Körperteil gibt.

Zusätzlich findet bei einer Lüge oft auch eine Art Entpersonalisierung statt, also beispielsweise die Vermeidung von „ich“ etc. hin zu Verallgemeinerungen wie „das würde doch niemand stehlen“…

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