Nonverbales Verhalten + Körpersprache
Körpersprache ist die Wissenschaft der nonverbalen Signale wie Gestik, Mimik und Blicke, die die Gefühle und Absichten einer Person vermitteln. Insgesamt gibt es 11 Arten von Körpersprache, die wir zur Kommunikation nutzen. Im Gegensatz zu Worten läuft die Körpersprache oft unbewusst ab und macht einen großen Teil unserer Kommunikation aus.
Die 11 Arten der Körpersprache
1. Gestik: Die Bewegungen unserer Hände und Arme, um Botschaften zu verstärken oder zu verdeutlichen.
2. Mimik: Die Ausdrücke in unserem Gesicht, wie Lächeln, Stirnrunzeln oder Augenbrauenheben, um Emotionen zu zeigen.
3. Blickkontakt: Der direkte Blick in die Augen einer Person, der Vertrauen, Interesse oder Dominanz signalisieren kann.
4. Körperhaltung: Die Art und Weise, wie wir unseren Körper halten, wie aufrecht oder gesenkt, um unseren Gemütszustand oder unsere Einstellung auszudrücken.
5. Berührung: Die physische Interaktion mit anderen, sei es ein Händedruck, eine Umarmung oder eine sanfte Berührung, um Nähe oder Zuneigung auszudrücken.
6. Distanz: Die räumliche Nähe oder Distanz, die wir zu anderen Menschen halten, um Beziehungen, Komfort oder Dominanz zu signalisieren.
7. Haltung der Beine und Füße: Die Ausrichtung unserer Beine und Füße kann anzeigen, ob wir offen oder verschlossen sind oder Interesse an einer bestimmten Person haben.
8. Kopfbewegungen: Nicken oder Schütteln des Kopfes, um Zustimmung oder Ablehnung auszudrücken.
9. Atmung: Die Geschwindigkeit und Tiefe unserer Atmung kann unseren emotionalen Zustand widerspiegeln.
10. Mikroexpressionen: Kurze, flüchtige Ausdrücke im Gesicht, die spontan auftreten und unsere wahren Gefühle verraten können.
11. Körperliche Symmetrie: Die Ausgewogenheit und Symmetrie unserer Körperhaltung kann Vertrauen und Attraktivität vermitteln.
Im SpeedProfiling nehmen wir noch weitere Faktoren hinzu, die eine neu präzisere und schnellere Analyse ermöglichen. Denn wenn wir über Körpersprache sprechen, betrachten wir die subtilen Hinweise, die wir untereinander nonverbal senden und empfangen. Unsere Körpersprache ist ein essenzieller Teil der menschlichen Kommunikation und Interaktion, da wir durchgehend (implizit oder explizit) über Körpersprache miteinander kommunizieren. Zur Körpersprache zählt man alles rund um Gestik, Mimik, Körperhaltung, Körperbewegung – darunter Händedruck, Sitzposition, Sitzhaltung, Position und Bewegung der Arme, Beine und Füße, Spiel mit den Händen, Fingern und Gegenständen, Kopfhaltung, Blickrichtungsverhalten, Blickkontakte, Blinzelfrequenz und das Distanzverhalten. Die Körpersprache kann noch in diese Bereiche unterteilt werden:
Mimik und Gesichtsausdrücke
Der US-amerikanische Mimik- und Emotionsforscher Dr. Paul Ekman entdeckte 7 universelle Mikroexpressionen – oder Mikro-Gesichtsausdrücke genannt, die jeder Mensch macht, wenn er eine intensive Emotion empfindet. Mimik und die Mikroexpressionen sind ein wesentlicher Bestandteil der Körpersprache.
Körper-Proxemik
Proxemik ist ein Begriff dafür, wie sich unser Körper im Raum bewegt. Wir schauen ständig darauf, wie sich jemand bewegt. Gestikuliert die Person? Lehnt sie sich an? Bewegt sie sich auf uns zu oder von uns weg? Körperbewegungen sind instrumentelle Hinweise auf die Körpersprache und sagen viel über Vorlieben, den Entspannungszustand und Nervosität aus.
Definition Körpersprache: Alles über nonverbale Kommunikation
„Wir können nicht nicht kommunizieren“, wusste schon der Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Philosoph und Autor Paul Watzlawick. Die nonverbale Kommunikation macht über zwei Drittel unseres Verhaltens aus. Dabei wird unsere nonverbale Kommunikation zu mindestens 60 Prozent allein von der Körpersprache bestimmt. Körpersprache ist unsere Muttersprache, die erste Sprache der Kinder, die diese gut und intuitiv interpretieren können. Die Körpersprache kommt weit vor der Fähigkeit zu sprechen. Unser nonverbales Verhalten ist meist viel ehrlicher als alles, was wir verbal sagen. Unterbewusst reagieren wir immer so, wie wir uns fühlen. Unter Körpersprache versteht man die nonverbale Kommunikation eines Menschen, darunter:
- Mimik
- Gestik
- Körperhaltung
- Bewegungsabläufe
- Schrittlänge
- Gangart
Körpersprache analysieren
Das grundlegende Prinzip beim Körpersprache analysieren lautet:
Die Körpersprache lässt sich nur im Kontext analysieren!
Bei der Beurteilung jedes nonverbalen Verhaltens müssen wir uns vorab fragen:
- Was ist der allgemeine Kontext?
- In welchem Land befinden wir uns?
- Was geschieht zu diesem Zeitpunkt? (z.B. politische Wahl, Feiertag, wirtschaftlichen Abschwung usw.)
- Wie sieht der situative Kontext aus?
- Wie sieht der unmittelbare Kontext aus? (Ort, Raum, Einrichtung, anwesende Personen, Gesprächsinhalte, Erwartungen, Autoritäten…)
Wenn wir uns mit Körpersprache deuten und dem Menschen lesen beschäftigen, hören wir recht schnell von den Begriffen Verzierungen, Embleme, Illustratoren, Beruhigungsgesten und ideomotorische Bewegungen:
Verzierungen
Kleidung, Schmuck, Sonnenbrillen, Frisuren… sind alles Erweiterungen unserer Körpersprache. Bestimmte Farben und Stile senden nicht nur Signale an andere, sondern es ist auch bezeichnend, wie wir mit unseren Ornamenten interagieren. Zappelt jemand mit seiner Uhr oder seinem Ring herum? Schminkt er sich ständig selbst oder berührt er sein Haar? All dies sind Hinweise auf die Körpersprache.
Embleme
Wenn wir etwas nicht wissen, dann zucken wir mit den Achseln. Wollen wir jemanden Grüßen, winken wir mit der Hand oder heben einfach nur die Hand. Sind wir wütend, ballen wir eine Faust. Embleme sind also körpersprachliche Platzhalter für Worte. Embleme sind jedoch stark kulturabhängig.
Illustratoren
Illustratoren sind Untermalungen einer Aussage. Wir untermalen Aussagen oft mit den Händen, zeichnen Dinge in die Luft oder setzen Akzente. Auch die Augenbrauen werden benutzt, um beispielsweise Erstaunen zu zeigen.
Ideomotorische Bewegungen
Bewegungen, die ohne Mitwirkung des Willens unbewusst ausgeführt und nur durch Vorstellung ausgelöst werden (William B. Carpeter).
Nonverbale Kommunikation
Körpersprache ist Teil der nonverbalen Kommunikation. Diese Nonverbale Kommunikation bezieht sich auf alle Formen der Kommunikation, die keine Worte oder Sprache beinhalten. Dazu gehören Dinge wie Mimik, Körpersprache, Gesten und der Tonfall der Stimme. Nonverbale Kommunikation kann ein breites Spektrum an Informationen vermitteln, darunter Emotionen, Einstellungen, Absichten und den sozialen Status. So können beispielsweise die Körperhaltung und die Gesten einer Person Zuversicht oder Nervosität vermitteln, während der Tonfall und die Mimik den emotionalen Zustand einer Person ausdrücken können.
Die nonverbale Kommunikation ist ein wichtiger Aspekt der menschlichen Interaktion, da sie beeinflussen kann, wie wir von anderen wahrgenommen werden und wie wir die Botschaften, die wir von anderen erhalten, interpretieren. Wenn zum Beispiel jemand mit monotoner Stimme spricht und den Blickkontakt vermeidet, könnten wir dies als Unsicherheit, mangelndes Interesse oder Engagement für das Gespräch interpretieren.
Zu einer wirksamen Kommunikation gehören nicht nur die Worte, die wir benutzen, sondern auch die Art und Weise, wie wir sie benutzen, und die nonverbalen Signale, die wir aussenden. Wenn wir uns der nonverbalen Kommunikation bewusst sind und sie deuten können, können wir andere besser verstehen und in verschiedenen Situationen effektiver kommunizieren.
Attributionsfehler
Vielen Menschen neigen dazu, das Verhalten einer anderen Person eher persönlichen Faktoren zuzuschreiben, das eigene Verhalten wird dagegen eher situationalen Faktoren zugeschrieben. Dies wird auch Attributionsfehler genannt. Per Definition ist „Attributionsfehler“ ein Begriff aus der Sozialpsychologie und „bezeichnet die Neigung, den Einfluss dispositionaler Faktoren, wie Persönlichkeitseigenschaften, Einstellungen und Meinungen, auf das Verhalten anderer systematisch zu überschätzen und äußere Faktoren zu unterschätzen“.
Einer der gravierendsten Fehler dabei ist, dass wir einem Verhalten einer Person eine Interpretation geben. Beispiel: verschränkte Arme sind ein Zeichen für Verschlossenheit. In der Realität haben nonverbale Verhaltensweisen unterschiedliche Bedeutungen und erst viele Anzeichen geben ein klares und verlässliches Bild – insbesondere im Abgleich zur Baseline.
Körpersprache analysieren
Es ist wichtig, nach Mustern und Clustern nonverbaler Hinweise zu suchen, bevor man Schlussfolgerungen zieht. Entscheidend bei der Analyse der Körpersprache ist, andere Faktoren zu berücksichtigen, z. B. den Tonfall, die Wortwahl, die Körpersprache der Augen und den Kontext des Gesprächs. Hier 5 Tipps, um die Körpersprache effektiv zu analysieren:
- Beobachte die allgemeine Körperhaltung und Bewegungsmuster einer Person. Wie ist die Baseline der Person? Ist sie entspannt oder angespannt? Lehnt sie sich zu dir hin oder von dir weg? Nimmt sie direkten Augenkontakt auf oder vermeidet sie ihn?
- Achten auf den Gesichtsausdruck und die Mikroexpressionen. Sieht der Gesichtsausdruck glücklich, ernst, traurig, wütend oder nervös aus? Stimmt der Gesichtsausdruck mit dem überein, was die Person sagt?
- Achten auf die Handgesten. Zappeln die Hände oder tippt die Person nervös mit den Fingern, was ein Hinweis für Unruhe, Nervosität oder Ungeduld sein könnte? Zeigt oder gestikuliert die Person auf etwas, das auf Begeisterung oder Interesse hinweisen könnte?
- Beobachten die Füße, Beine und Fußposition der Person. Zeigen die Füße zu dir hin oder von dir weg? Wippt die Person mit den Füßen oder verlagert sie ihr Gewicht? Dies könnte ein Anzeichen für Unbehagen oder Ungeduld sein.
- Beachte in jedem Fall den Kontext. Die Körpersprache kann von der Situation, anderen Personen, der Kultur, Einnahme von Koffein oder Alkohol, der Kleidung und der Persönlichkeit selbst beeinflusst werden.
Körpersprache von Männern – Körpersprache Frauen
Wir kommunizieren über unsere Körpersprache. Dazu gehören unsere Gestik (Bewegungen der Körperteile), unsere Mimik (Aussagen unseres Gesichtes), die Haltung und unsere Ausstrahlung (Charisma). In einer von Monica Moore, Professorin für Experimentelle Psychologie von der Webster University in St. Louis, durchgeführten Studie, wurden Teilnehmer gebeten, einen Stummfilm zu entschlüsseln. Frauen konnten zu 87 Prozent erraten, was geschehen ist, Männer hingegen konnten nur 42 Prozent der Zeit die Situation richtig einschätzen. Interessanterweise waren homosexuelle Männer und Männer in hochemotionalen Berufen (Pflege, Lehre und Schauspiel) fast genauso gut wie Frauen. Frauen sind von Natur aus besser darin, Körpersprache zu lesen, weil größere Teile ihres Gehirns aktiv sind, während sie das Verhalten anderer bewerten. MRT-Scans zeigen, dass Frauen 14 bis 16 aktive Hirnareale haben während sie andere analysieren, während Männer nur vier bis sechs aktive Hirnareale haben.
Kampf-oder-Flucht-Reaktion: Die drei Grundreaktionen auf Bedrohung
Schon von Urzeiten her reagiert der Mensch in Angstsituationen mit den drei reflexartigen Verhaltensweisen Angriff, Flucht oder Starre, auch Kampf-oder-Flucht-Reaktion bzw. fight-or-flight response genannt. Kampf ist dabei fast immer das letzte Mittel, wenn andere Schutzverhaltensmuster versagt haben.
Wir Menschen sind auf andere abgestimmte soziale Wesen und befinden uns daher die meiste Zeit in einem Resonanz- / Anpassungsmodus. „Adaptive Reaktionen“ nennt man die Anpassung des Verhaltens an die Umgebungsveränderung. Wir passen uns den jeweiligen Gegebenheiten an und machen unsere Gefühle erkennbar, um so unser Überleben zu sichern, in dem wir durch nonverbale Signale z.B. andere warnen (z.B. bei Gefahrensituationen). In der Schockstarre passiert biologisch auch etwas Interessantes: das ganze Blut aus den in Gefahrensituationen eher unwichtigeren Organen, wie zum Beispiel dem Magen, wird in die Gliedmaßen gepumpt, damit die Muskeln besser mit Sauerstoff versorgt werden und man schneller rennen oder besser kämpfen kann. Zudem wird Adrenalin ausgestoßen. Adrenalin sorgt dafür, dass die Herzfrequenz steigt, der Blutdruck steigt, die Bronchien sich erweitern, Energie schneller bereitgestellt wird und uns schmerzunempfindlicher macht.
Unser Stresssystem ist evolutionär geprägt. Beim Stress gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen: Studien haben gezeigt, dass während der Arbeit der Cortisolspiegel bei Frauen zwei Mal höher ist als bei Männern. Wenn Frauen nicht in der Lage sind, mit anderen zu kommunizieren oder zusammenzuarbeiten, produzieren sie nicht genügend Oxytocin. Dies macht es für sie schwierig, sich von Stress zu erholen. Während Männer eher mit dem „Fight-or-Flight-Prinzip“ (Kämpfen oder Fliehen) auf Stress reagieren, führt Stress bei Frauen eher zu „tend and befriend“, also sich kümmern und Freunde machen. Frauen versuchen häufig Stress mit viel Schlaf auszugleichen. Aber vor allem haben Frauen bei Stress einen erhöhten Gesprächsbedarf: jede 2. Frau hat bei Stress und Belastung ein starkes Bedürfnis mit dem Partner zu sprechen. Dagegen hat Studien zufolge nur jeder 6. Mann Redebedarf bei Stress. Männer suchen eher Ausgleich durch Sport, Ablenkung, Verdrängung oder Entspannung „beim Bierchen“.
Körpersprache deuten: Behagen – Unbehagen
Ist man noch ungeübt im Menschen lesen, so ist ein erster sinnvoller Schritt, Behagen und Unbehagen beim Gegenüber zu unterscheiden, also ob sich die Person wohl oder unwohl fühlt. Dabei hilft es darauf zu achten, ob die Gesten mit der Schwerkraft oder gegen die Schwerkraft ausgeführt werden.
Das grundlegende Prinzip hierbei lautet:
Gesten gegen die Schwerkraft zeigen Behagen, Gesten mit der Schwerkraft zeigen Unbehagen!
Behagen oder Unbehagen erkennen wir meist recht intuitiv. Fühlt sich die Person gerade wohl in der Situation? Zeigen die Gesten gegen die Schwerkraft? Ist die Person entspannt und in Gestik, Mimik und Ausdruck kongruent?
Beispiel: die Arme nach oben heben ist eine Geste gegen die Schwerkraft und zeigt Behagen. Die Schultern schlaff nach unten hängen zu lassen ist eine Geste mit der Schwerkraft und zeigt Unbehagen. Mittels dieser Beispiele können Anzeichen für Behagen bzw. Unbehagen erkannt werden:
| Behagen | Unbehagen |
| Verbal | |
| deutlich | undeutlich |
| klar | zittrig |
| voluminös | ohne Volumen |
| laut | leise |
| ausdrucksstark | undeutlich / nuscheln |
| bestimmend | fragend |
| rhythmisch | monoton |
| ruhig | schnell |
| Nonverbal | |
| breiter Stand | schmaler Stand |
| aufrechte Haltung | geduckte Haltung |
| angehobenes Kinn | eingezogenes, gesenktes Kinn |
| Schultern locker und entspannt | Schultern hochgezogen |
| Rumpf offen | Rumpf verdeckt, Schutz der Genitalen |
| hochgezogene Augenbrauen | verkrampftes Gesicht |
| entspannte Augenmuskulatur | angespannte Augenmuskulatur |
| lächelnd mit Augen | starrer Blick |
| abgesenkter Kopf | Gesichtsberührung |
| verlangsamte Blinzelfrequenz | erhöhte Blinzelfrequenz |
| direkter Augenkontakt | Augenkontakt vermeiden |
| Gähnen | Lippen aufeinander pressen |
| Streicheln des Kinns | Kieferpressen |
| Hand zum Kinn | Erweiterung der Nasenlöcher |
| Zeigen/Öffnen der Handflächen + Arminnenseiten | Handflächen verstecken, Arminnenseiten geschützt |
| Fingerspitzen aufeinander nach oben | Mit der Hand den Mund berühren |
| Entspannung der Finger | Steife Oberarme |
| Beine übereinander geschlagen | Umklammern der Oberschenkel |
| Bauchatmung | Brustatmung |
| sich anlehnen | Bildung von Barrieren |
| normale Hautfarbe | Erblassen / Erröten, ggf. Schwitzen |
Hochstatus und Tiefstatus: Körpersprache in Bezug auf Status
Oft die die Körpersprache auch in Hochstatus und Tiefstatus unterteilt:
Beispiele für Hochstatus
- Muss nicht unfreundlich, streng oder autoritär sein
- Entspannt geöffnete Augen
- Angemessener Blickkontakt (kein Anstarren)
- Feste, aufrechte Kopfhaltung
- Aufrechte, entspannte Körperhaltung
- Hände wenig im Gesicht / am Kopf
- Fließende, flüssige Gestik
- Geringes Augenblinzeln
- Freundlicher, eher distanzierter Gesichtsausdruck
- Gelassene Ausstrahlung
- Reduzierte Bewegungen
- Fußspitzen eher nach außen
- Angemessen fester Händedruck (nicht übertrieben stark)
Beispiele für Tiefstatus
- Fasst sich häufiger an Ohr / Nase / Gesicht / Haare
- Kratzt sich am Hinterkopf
- Hält beim Sprechen oft die Hand vor den Mund
- Redet atemlos und eher leise
- Beißt sich oft auf die Unterlippe
- Insgesamt aufgeregt und motorisch
- Rutscht unruhig auf dem Stuhl hin und her
- Nervöse Hände
- Hält den Kopf schräg und dauernd in Bewegung
- Vermehrtes Augenblinzeln
- Vermeidet direkten Blickkontakt, richtet den Blick eher nach unten
- Augen meist weit aufgerissen (naiv)
- Fußspitzen zeigen eher nach innen
- Sanfter, lascher Händedruck
Mikroexpressionen
Die Analyse der Körpersprache ohne Beachtung der Mimik ist oft zu schwach oder irreführend. Oft ist es genau der Gesichtsausdruck, der der Körpersprache eine ganz andere Bedeutung verleiht. Man sagt, dass das Gesicht die Bühne unserer Gefühle ist. In einem Gesicht können wir Gefühle, Erwartungshaltungen und Reaktionen lesen. Für unsere Vorfahren, die Urmenschen vor über 300.000 Jahren, war es überlebenswichtig, die Mimik lesen zu können, da die verbale Sprache zu dieser Zeit noch nicht entwickelt war.
Wie unser Inneres mit der Außenwelt verbunden ist, zeigen beispielsweise die Spiegelneuronen. Die Nervenzellen „Spiegelneuronen“ in unserem Gehirn bestimmen unser Empfinden und soziales Verhalten. US-Forscher fanden heraus, dass die Spiegelneuronen uns das fühlen lassen, was andere empfinden, z.B. Mitleid, Trauer, Freude oder Schmerz. Sie erzeugen Intuition, die uns ahnen lässt, was kommen könnte. Dank der Spiegelneuronen in unserem Gehirn ahmen wir unbewusst die Gesichtsausdrücke unserer Gesprächspartner nach, selbst wenn wir diese nur unbewusst wahrnehmen (Dimberg, Thunberg & Elmehed, 2000).
Alle Informationen zu Mikroexpressionen findest Du hier.
Gesichtsausdrücke
Auch über diese Mikroexpressionen hinaus sind die Gesichtsausdrücke allgemein von entscheidender Bedeutung. Wenn wir nicht wissen, was ein bestimmter Gesichtsausdruck bedeutet, können wir diesen einfach nachahmen und wissen dann oftmals auf diese Weise, was diese Expression bedeutet. Die wissenschaftliche Erklärung dafür heißt „Facial-Feedback-Hypothese“. Demnach hängen unsere Gefühle und unsere Mimik untrennbar zusammen. Wenn wir ein Gefühl haben, dann spiegelt sich dies direkt in unserem Gesicht wider. Und umgekehrt: nehmen wir einen bestimmten Gesichtsausdruck an, stellt sich das zugehörige Gefühl nach kurzer Zeit ein.
Es gibt 4 Teile des Gesichts, die sich leicht in Abschnitte unterteilen lassen, die wir studieren können.
- Die Stirn
- Die Augenbrauen
- Die Augen
- Der Mund
Die Stirn ist das erste, was man gut sehen kann, wenn jemand auf der anderen Seite des Raumes steht und man versucht herauszufinden, welche Emotion diese Person erlebt. Die Emotionen Traurigkeit, Glück oder Besorgnis können wir meist intuitiv und ohne Übung gut erkennen. Die Augenbrauen spielen eine große Rolle bei der Übermittlung von Emotionen, da sie mit der Stirn verbunden sind. Ebenfalls sehr entscheidend für die Übertragung von Emotionen sind die Augen und die Positionen der Augenlider.
Der Mund kann leicht eine Studie für sich sein, und auch er spielt eine wichtige Rolle bei dem, was wir oder die Person, die wir beobachten, übermitteln.
Körpersprache Buch
Möchtest du mehr über Körpersprache, nonverbale Kommunikation, Mikroexpressionen lernen und wissen, wie Du Menschen lesen kannst? Dann ist das Körpersprache Buch „Menschen entschlüsseln – mit dem SpeedProfiling-System“ genau richtig. In dieser Profiler Buch enthalten sind u.a. über 100 nonverbale Merkmale und deren Bedeutung. In diesem Körpersprache Buch findest Du zahlreiche Profiling-Tipps, Verhaltensmuster, Persönlichkeitstypen, Sprachprofile uvm.
Körpersprache Kurs
Unserem Online-Kurs „Lügen erkennen“ enthält auch einen Körpersprache Kurs mit fortgeschrittenem Wissen, das es so in nur wenigen Körpersprache Büchern gibt. In diesem Körpersprache Kurs lernst du, wie du Körpersprache richtig deuten kannst, über Mikroexpressionen die versteckten (aber wahren) Emotionen erkennst und eine Lüge schnell und sicher erkennen kannst. Der ideale Grundkurs für das moderne Profiling.





