Wir alle wissen, welchen Bereich unseres Lebens wir gerne für uns behalten wollen. Doch allzu viel Geheimniskrämerei kann die Kommunikation mit einer Gruppe erschweren. Doch Menschen sind soziale Wesen. Im Berufsleben und auch privat nützt es uns, mit vielen verschiedenen Menschen reibungslos zu kommunizieren.
Das Johari Fenster ist eine Methode, durch Feedback über Selbst- und Fremdwahrnehmung vier verschiedene Bereiche zu klären und so die Kommunikation einer Person zu stärken. Hier kannst Du mehr über die Vorteile des Johari Fensters und seine Anwendung lernen.
Das Johari-Fenster: Erkenntnisse stärken Kommunikation
Gut funktionierender Austausch mit unserem Mitmenschen erleichtert und bereichert das Leben auf allen Ebenen. Aber wir sind Individuen. Jeder Mensch hat persönliche Ziele und Ideale, aber auch Ängste und Unsicherheiten, die wir unterschiedlich ausdrücken. Es gibt keine Person ohne blinden Fleck, der in der Fremdwahrnehmung meist unübersehbar auftaucht – den wir selbst jedoch kaum zu den Eigenschaften unserer Persönlichkeit zählen.
Warum ist das Johari-Fenster so wichtig für menschliches Miteinander?
Wo immer Menschen aufeinander treffen, menschelt es und Konflikte lassen sich kaum vermeiden. Im Privatleben können wir bestimmen, mit welchen Menschen wir uns umgeben. Im Berufsleben dagegen zählt in erster Linie bewusste Kommunikation, um mit verschiedenen Charakteren produktiv arbeiten zu können. Hier setzt das Johari-Fenster an, das Selbst- und Fremdwahrnehmung einander gegenüber stellt.
Weniger Reibereien durch bewusste Kommunikation
Wenn die Mitglieder einer Gruppe sich auch über heikle Themen mit Respekt austauschen können, gibt es weniger Reibereien und Streitigkeiten. Hapert es bei der Kommunikation, führt das oft unnötigerweise zu Frust. Dabei steckt häufig kein böser Wille hinter Problemen, die auf unterschiedliche Charaktere zurückzuführen sind. Beispielsweise merken selbstbewusste Persönlichkeiten oft gar nicht, wie sie eher zurückhaltenden Personen unter Druck setzen.
Mit dem Modell des Johari-Fensters können wir untersuchen, wie unsere Umwelt uns sieht und wie wir auf andere wirken – das führt zu Erkenntnissen, die das menschliche Miteinander auf allen Ebenen erleichtern können (1).
Was ist das Johari-Fenster eigentlich genau?
Bei dem Johari-Fenster handelt es sich um ein dynamisches Modell, das die beiden US-amerikanischen Psychologen Harry Ingham und Joseph Luft im Jahr 1955 entwickelt haben. Ziel war es, die Stärken und Schwächen einer Persönlichkeit zu erkennen, zu beschreiben und so die Kommunikation bewusst zu verbessern.
Der Name stammt von den beiden Erfindern. Fenster bezieht sich durch Sprossen in vier Teile geteilte Fenstergläser. Das Johari-Fenster teilt eine Persönlichkeit in vier verschiedene Bereiche oder Quadranten ein:
- Öffentlich
- Verborgen (mein Geheimnis)
- Blind (blinder Fleck)
- Unbekannt
Joseph Luft beschreibt in seinem Buch Of Human Interaction (Über menschliche Interaktion) die Trennungslinien der vier Scheiben als Rolläden: Sie können sich im Verlauf einer Analyse bewegen (2). Luft über den Prozess, den das Johari-Fenster auslösen soll: „Wir bauen Vertrauen auf, indem wir unsere persönlichen Schatten für andere öffnen, sodass wir zu einem offenen Fenster werden.“
Wenn eine Gruppe mit dem Johari-Fenster arbeitet, hilft es demnach, die einzelnen Bereiche nicht als starr definiert zu betrachten. Je mehr wir unsere eigenen blinden Flecke erkennen können, desto authentischer kommunizieren wir. Desto besser können wir aber auch mit den Eigenheiten unserer Mitmenschen zurechtkommen.
Botschaft zum Mitnehmen: Die Inhalte der Fenster ändern sich normalerweise ständig. Das Johari-Fenster stößt einen Prozess an, der die Persönlichkeitsentwicklung idealerweise stark beschleunigt.
Die vier Bereiche des Johari-Fensters unter der Lupe
Das Johari-Fenster besteht aus vier Quadranten oder Bereichen (3). Die vertikale Linie unterscheidet zwischen bekannten Informationen und unbewussten Inhalten. Oben links stehen öffentlich bekannten Charakterzüge, die der Person selbst, aber auch der Umwelt bewusst sind. Unten links finden wir die Inhalte unserer Existenz, die wir den Mitmenschen vorenthalten.
Auf der rechten Seite oben sehen wir den blinden Fleck: Diese Eigenschaften entziehen sich unserer bewussten Wahrnehmung, treten für andere aber offen zu Tage. Auf der rechten Seite unten ist das wahre Mysterium zu finden: Unbekannte Wesenszüge und Fähigkeiten, die wir entdecken können.
Manchmal werden diese Quadranten auch anders angeordnet. Die Inhalte bleiben aber immer gleich.
Bereich: Öffentlich
In diesen Quadrant fallen die Qualitäten, für die ein Mensch öffentlich bekannt ist. Zuverlässig, organisiert, hilfreich sind typische Adjektive, mit denen wir uns selbst, aber auch unsere Familie, unsere Freunde und Kollegen bezeichnen. Dieser Quadrant ist von allen vier Bereichen am einfachsten zu bestimmen.
Bereich: Blinder Fleck
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? “ (Matthäus 7,3) Dieses Zitat von Jesus Christus beschreibt den blinden Fleck ziemlich genau. Der Psychologe Carl Gustav Jung charakterisiert diese Persönlichkeitsanteile als den Schatten: Wir können ihn nicht an uns selbst wahrnehmen, bemerken ihn aber in unseren Mitmenschen.
Unsere Umwelt kann uns den blinden Fleck genau zeigen. Um ihn wahrzunehmen, brauchen wir eine offene Einstellung und die Bereitschaft, über uns selbst lernen zu wollen. Alles, was Dich an anderen Menschen stört, zählt zum blinden Fleck.
Bereich: Mein Geheimnis
Es gibt kaum einen Menschen ohne Skelett im Schrank. Die meisten von uns haben in der jugendlichen Sturm- und Drangzeit über die Stränge geschlagen. Viele haben auch als Erwachsene manchmal Entscheidungen getroffen, auf die sie nachher nicht unbedingt stolz waren. Im Johari-Fenster trägt dieser Bereich den Titel: mein Geheimnis.
Das Geheimnis kann auch Charaktereigenschaften beinhalten, die bei der öffentlichen Funktion einer Person als Schwäche ausgelegt werden könnten. Der Manager eines internationalen Konzerns möchte vielleicht nicht bekannt geben, dass er kleinen Katzen keinen Wunsch abschlagen kann.
Jeder Mensch hat das Recht, gewisse Eigenschaften nur im Privatleben preis zu geben. Allerdings behindert übertriebene Heimlichtuerei erfahrungsgemäß offene Kommunikation. Wer diesen Bereich im Johari-Fenster stark betont hat, sollte vielleicht überprüfen, ob er oder sie wirklich so viel geheim halten muss.
Bereich: Unbekannt
Hier beginnt die eigentliche Selbsterforschung mit dem Johari-Fenster. Dieser Quadrant enthält Eigenschaften und Talente, die wir entdecken können. Bist du vielleicht ein ausgezeichneter Stratege, ohne es zu wissen? Kannst du öffentlich reden, hast es aber noch nie ausprobiert? Im Lauf der Arbeit mit dem Johari-Fenster kann dieser Bereich überraschende Erkenntnisse enthüllen.
Der Spalt zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung
Wir alle definieren uns ständig selbst. Unsere Sehnsüchte, unsere Ängste, unsere Gedanken und unsere Vorlieben ergeben ein komplexes Gesamtpaket, das nur uns bekannt ist. Unsere Umwelt kann dieses Selbstbild nie vollständig begreifen, denn selbst unsere engsten Familienmitglieder kennen nicht jede Facette unserer Persönlichkeit.
Unser Selbstbild ändert sich häufig und manchmal sehr schnell. Erfahrungen und neue Erkenntnisse tragen dazu bei, dass wir mit unserer Persönlichkeit und unseren individuellen Eigenschaften bewusst umgehen können.
Bei allen Menschen gibt es jedoch immer einen Spalt zwischen der Selbst- und der Fremdwahrnehmung. Unsere Mitmenschen können nie hundertprozentig erfassen, was eigentlich in uns vorgeht. Zudem offenbart sich fast jeder Mensch der Umwelt nicht komplett.
Der blinde Fleck: Enormes Wachstumspotential
Anderen Personen fällt es häufig sehr leicht, unseren blinden Fleck zu beschreiben. Im direkten Austausch können wir bestimmte Aspekte unserer Persönlichkeit einfach nicht verstecken. Der blinde Fleck ist der Bereich, mit dem wir unser Bewusstsein schnell vergrößern können. Je mehr wir darüber erfahren, wie andere Menschen uns wahrnehmen, desto besser können wir mit dem blinden Fleck umgehen.
Wenn es uns gelingt, den blinden Fleck zu verkleinern, können wir unser Selbstbewusstsein stärken. Für eine effiziente Kommunikation gilt: je größer der öffentliche Bereich einer Person ist, desto besser klappt Teamwork. Mit der Offenlegung blinder Flecken wächst normalerweise unser Vertrauen gegenüber den Mitmenschen. Das verringert die Dinge, die wir geheim halten möchten.
Botschaft zum Mitnehmen: Wer sich auf das Johari-Fenster einlässt, kann durch Offenheit für Feedback die eigene Komfortzone verlassen und den Horizont erweitern. Das gibt uns die Basis, unbekannte Talente und Fähigkeiten zu erschließen. Auf diese Weise entwickeln wir unsere Persönlichkeit und können besser mit unseren Mitmenschen kommunizieren. Unsere Umwelt dagegen lernt uns auf diese Weise besser wertschätzen: eine klassische Win-Win-Situation.
Der Umgang mit dem Johari-Fenster
Wir können das Johari-Fenster im persönlichen Umfeld für unsere Weiterentwicklung nutzen – ohne professionelle Methoden und großen Aufwand.
Unternehmen verwenden das Johari-Fenster seit langem für verbessertes Projektmanagement durch reibungslose Gruppendynamik (4-5). Dafür werden Umfragen und Persönlichkeitstests analysiert.
Johari-Adjektive
Die beiden Erfinder des Johari-Fensters führten ihre Analyse mit Hilfe der sogenannten Johari-Adjektive durch. Diese Begriffe beschreiben die verschiedenen Eigenschaften einer Person. Ursprünglich enthielt die Liste 56 Adjektive. Sie kann jedoch beliebig ergänzt werden.
Zunächst wählen die Teilnehmer an einer Untersuchung die Johari-Adjektive aus, die sie selbst am besten beschreiben. Die anderen Mitglieder der Gruppe bekommen ebenfalls diese Liste und treffen nun seinerseits ihre Auswahl zu der Person.
Anschließend werden die Begriffe in die verschiedenen Bereiche des Johari-Fensters einsortiert. Das zeigt genau, wie sich Selbst- und Fremdeinschätzung unterscheiden.
Für den privaten Gebrauch ist es möglich, die folgende Liste von Johari-Adjektiven zu kopieren und auszudrucken (6).
| akzeptierend | logisch |
| anspruchslos | mitfühlend |
| aufmerksam | nachdenklich |
| bestimmt | nervös |
| dominant | nett |
| energievoll | organisiert |
| entspannt | reaktionsschnell |
| empfindlich | reif |
| extrovertiert | religiös |
| fähig | risikobereit |
| freundlich | ruhig |
| fürsorglich | scheu |
| geduldig | schlau |
| genial | selbstbewusst |
| gereizt | selbstsicher |
| gewandt | sentimental |
| glücklich | spontan |
| großzügig | stolz |
| heiter | suchend |
| hilfreich | tapfer |
| humorvoll | unabhängig |
| idealistisch | vernünftig |
| intelligent | vertrauenswürdig |
| introvertiert | warmherzig |
| klug | weise |
| kompetent | witzig |
| komplex | würdevoll |
| kühn | zurückhaltend |
| liebevoll | zuverlässig |
Einfache Übung mit den Johari-Adjektiven
Kreuze zuerst für dich selbst an, welche Adjektive auf dich zutreffen, und ordne sie dann in das Johari-Fenster ein.
Anschließend gibst du die Liste an Freunde und Familienmitglieder weiter. Sie können dann heraussuchen, welche Johari-Adjektive ihrer Ansicht nach auf dich zutreffen. Die Diskrepanz zwischen den Antworten sollte Dir zahlreiche Ansatzpunkte liefern. Du kannst darüber zuerst einmal selbst reflektieren. Die Antworten können aber auch als Grundlage für weiterführende Gespräche dienen.
Tipp für den Umgang mit dem Johari-Fenster: Akzeptiere, dass niemand perfekt ist. Wir alle sind Menschen mit Stärken und Schwächen. Wenn dich jemand kritisiert, muss Dich das nicht verletzen. Es kann Dir viel helfen.
Übungen mit dem Johari-Fenster
Die vier Bereiche des Johari-Fensters können als Grundlage für Übungen dienen, die unsere Kommunikationsfähigkeiten und damit unser Können verbessern.
Regelmäßige Selbstreflexion
Plane täglich oder wöchentlich etwas Zeit für Selbstreflexion ein. Lass die Ereignisse Revue passieren und beantworte dabei folgende Fragen:
- Was habe ich gut gemacht?
- Was habe ich weniger gut erledigt?
- Was habe ich gelernt?
- Was werde ich beim nächsten Mal besser machen?
Halte deine Erkenntnisse in einem Tagebuch fest und vergleiche sie regelmäßig mit deinem Johari-Fenster. Kannst du Entwicklungen erkennen?
Feedback anfordern
Viele von uns wird es wohl etwas Überwindung kosten, Kollegen um Feedback zu bitten. Wie überall im Leben gilt auch hier: Übung macht den Meister.
Die Meinung der Mitmenschen kann uns wertvolle Erkenntnisse liefern und Aha-Momente bescheren, die unsere Entwicklung beschleunigen. Nach Feedback zu fragen, stärkt die Kontakte mit Kollegen und bereichert berufliche Beziehungen ebenso wie private Bande.
Beim Feedback anfordern, kannst du folgende Schritte anwenden:
- Worüber willst du Feedback bekommen?
Hast du etwas geleistet, bei dem du deine Stärken gut eingesetzt hast und vielleicht auch neue Talente ausprobiert?
- Wen willst du fragen?
Idealerweise wendest du dich mit der Bitte um Feedback an Personen, denen du vertraust und deren Kompetenz du anerkennst.
- Überlege dir passende Formulierungen
Im Berufsleben unaufgefordert Feedback anzufordern, ist heute noch nicht allgemeine Praxis. Du kannst das im direkten Gespräch tun, per E-Mail oder mit Messages. Hier ist ein Beispiel für eine geeignete Formulierung:
„Ich möchte meine Leistung bei der Arbeit verbessern und würde es sehr schätzen, wenn Sie bereit wären, mir ein offenes Feedback zu meiner Arbeit zu geben, ist das möglich?“
Du kannst auch ankündigen, wann du gerne Feedback erhalten möchtest, etwa über einen Pitch bei einem Team-Meeting. Auf diese Weise kannst du dir mit der Zeit ein Netzwerk von Beratern aufbauen.
Wichtig ist das Verhalten beim eigentlichen Feedback. Höre einfach zu, ohne zu unterbrechen. Ebenso von Bedeutung ist es, nicht defensiv zu reagieren. Du musst dich nicht verteidigen oder das Feedback bewerten. Hast du etwas nicht verstanden, dann hake nach.
Die Ergebnisse können dein Johari-Fenster stark verändern – aber nur, wenn du Kritik nicht als negativ empfindest.
Wachstums-Mindset kultivieren
Wenn wir Licht in den unbekannten Quadranten des Johari-Fensters bringen, können wir uns ein Wachstums-Mindset aneignen.
Wir erfahren uns nicht als Persönlichkeiten mit Grenzen, sondern wissen, dass wir ständig über unsere Beschränkungen hinauswachsen können. Das erhöht unsere Motivation, verringert Ängste und Depressionen und erlaubt es uns, Zeiten des Wandels mit Bravour zu meistern.
Um ein Wachstums-Mindset zu kultivieren, gehst du am besten nach folgenden Schritten vor.
- Wähle deinen Bereich
Wenn du dein gesamtes Leben umkrempeln willst, ist Scheitern wahrscheinlich. Am besten beginnst du deshalb mit kleinen Schritten und suchst Dir einen Fokusbereich aus der folgenden Liste heraus:
- Ich möchte mich entspannen und Spaß mit dem Wachstums-Mindset haben.
- Ich möchte das Wachstums-Mindset in meine Arbeit integrieren.
- Ich möchte mehr über Wachstums-Mindset lernen.
- Ich möchte Reflexion nutzen, um zu wachsen.
- Ich möchte mit Wachstums-Mindset meine Bestimmung erforschen.
- Wähle Übungen für deinen Fokusbereich
Hier findest du für alle oben genannten Punkte Vorschläge.
Ich möchte mich entspannen und Spaß mit dem Wachstums-Mindset haben:
- Lerne etwas auf spielerische Weise, beispielsweise Zeichnen, Sudoku oder Jonglieren.
- Probiere etwas Neues aus, etwa ein neues Rezept oder eine neue Route beim Spaziergang.
- Fordere dich selbst mit einem 30-Tage-Challenge heraus: Das gibt dir die Möglichkeit, etwas Neues als Routine in den Alltag zu etablieren.
Lass dich vom Erfolg anderer inspirieren: verbringe mehr Zeit mit Menschen, die du bewunderst.
Ich möchte das Wachstums-Mindset in meine Arbeit integrieren:
Bitte deine Kollegen um Feedback, wie vorher beschrieben.
- Übe dich im Gebrauch positiver Sprache am Arbeitsplatz: Positive Formulieren färben auf unsere Gedanken ab.
- Sei neugierig und stelle viele Fragen. Das ermutigt deine Kollegen, ihre Gedanken zu teilen und gibt dir viele Gelegenheiten, Neues zu lernen.
- Übe Zuhören. Ein guter Zuhörer zeigt echtes Interesse an den Aktivitäten seiner Kollegen und ist nicht daran interessiert, seine eigene Meinung zu verbreiten.
Ich möchte mehr über Wachstums-Mindset lernen:
Erforsche Neuroplastizität. Informiere dich über die Grundlagen, wie sich Neuronen verbinden und wie dein Gehirn funktioniert.
- Lerne neue Lerntechniken. Im Internet kannst du viele Anleitungen und Kurse finden, wie du deine Lernfähigkeit verbesserst.
- Verbessere dein Gedächtnis. Ein gutes Gedächtnis bringt viele Vorteile und ermöglicht es dir, gelernte Inhalte lange abzurufen.
Ich möchte Reflexion nutzen, um zu wachsen:
Plane täglich oder wöchentlich etwas Zeit für Reflexion ein, etwa 10 Minuten am Ende eines Tages oder 30 Minuten am Wochenende.
- Tagebuch führen: Wenn wir unsere Erkenntnisse festhalten, können wir die Entwicklung unserer Persönlichkeit besser erkennen.
- Mit einer Vertrauensperson austauschen: du kannst einen guten Freund in deinen Plan einweihen und mit ihm (oder ihr) regelmäßig über deine Fortschritte diskutieren.
Ich möchte mit Wachstums-Mindset meine Bestimmung erforschen:
Finde Sinn in deiner Arbeit. Wir können unser Leben als eine Entwicklungsreise betrachten mit notwendigen Stationen. Auch wenn dich deine Arbeit nicht hundertprozentig erfüllt, kannst du sie dennoch als sinnvoll betrachten und ihre größere Bedeutung für Deinen Lebensweg erforschen.
- Überlege, wie du in Erinnerung bleiben möchtest. Schreibe Eine eigene Trauerrede und begreife sie als Inspiration für deine künftige Entwicklung.
Fazit: Das Johari-Fenster als Chance für Selbsterkenntnis
Beim Johari-Fenster handelt es sich um ein bewährtes Kommunikationsmodell, das bei regelmäßiger Anwendung eine eigene Dynamik entwickelt. Je mehr wir es schaffen, unsere geheimen Persönlichkeitsanteile der Umwelt zu präsentieren, desto authentischer wirken wir. Wenn wir uns nicht mehr vor Familie, Freunden und Kollegen verstecken müssen, können wir ohne Schranken im Gehirn kommunizieren und viele Reibungspunkte fallen weg.
Andererseits gibt uns das Johari-Fenster auch die Möglichkeit, durch das Feedback blinde Flecke in unserer Selbstwahrnehmung zu erkennen. Das kann unsere Persönlichkeitsentwicklung sprunghaft vorantreiben. Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung des Johari-Fensters ist die Bereitschaft, die Meinung der Umwelt zu akzeptieren, ohne in eine Verteidigungshaltung zu verfallen. Wenn wir unsere Gedanken und Gefühle mit Respekt mitteilen können, profitieren alle davon.
Quellenverzeichnis:
(1) Tseng EK, Jo D, Shih AW, De Wit K, Chan TM. Window to the Unknown: Using Storytelling to Identify Learning Needs for the Intrinsic Competencies Within an Online Needs Assessment. AEM Educ Train. 2019 Jan 6;3(2):179-187. doi: 10.1002/aet2.10315. PMID: 31008430; PMCID: PMC6457385. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6457385/)
(2) https://openlibrary.org/books/OL4910404M/Of_human_interaction.
(3) Neubauer AC, Pribil A, Wallner A, Hofer G. The self-other knowledge asymmetry in cognitive intelligence, emotional intelligence, and creativity. Heliyon. 2018 Dec 24;4(12):e01061. doi: 10.1016/j.heliyon.2018.e01061. PMID: 30603696; PMCID: PMC6307038.
(4) Verklan, M. Terese PhD, CCNS, RNC. Johari Window: A Model for Communicating to Each Other. The Journal of Perinatal & Neonatal Nursing 21(2):p 173-174, April 2007. | DOI: 10.1097/01.JPN.0000270636.34982.c8 (https://journals.lww.com/jpnnjournal/Citation/2007/04000/Johari_Window__A_Model_for_Communicating_to_Each.19.aspx)
(5) Panicker, Suraj. (2020). „Johari Window“ for a High Performing Business Consultant!. Management. (https://www.researchgate.net/publication/343976349_Johari_Window_for_a_High_Performing_Business_Consultant)
(6) https://de.scribd.com/document/400512144/Adjective-list-Johari-window-1-1-docx





