Informationen zur Generation Y
Jedes Jahrhundert bringt im Schnitt drei neue Generationen hervor. Spätestens durch das Buch „Generation Golf“ ist es modern geworden, Generationen bestimmte Attribute zuzuschreiben. Längst hat man den Überblick über die gesamten Generationsbezeichnungen verloren. Angefangen bei den älteren Generationen: Verlorene Generation (zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg), Skeptische Generation (kämpfte im Zweiten Weltkrieg), 68er. Die jüngeren Generationen werden bezeichnet als Generation Praktikum, Digital Natives, Generation C64, Generation MTV, Millenials, Generation Facebook, Generation Ecstasy und natürlich Generation X, Generation Y und Generation Z. Aktuell diskutiert werden vorwiegend diese Generationen:
Übersicht über die Generationen
Babyboomer, geboren zwischen 1946 und 1964
Generation X, geboren zwischen 1965 und 1979 (auch Generation Golf gegannt)
Generation Y, geboren zwischen 1980 und 1993 (auch Generation Me genannt)
Generation Z, geboren zwischen 1994 und 2010 (auch Generation YouTube genannt)
Prägende Generationserlebnisse, Medien, Kriege oder Nachkriegszeiten, Kultur und Trends prägen jede einzelne Generation.
Was zeichnet die Generation Y aus?
Während den Babyboomern Karriereorientierung, Fleiß und Ehrgeiz zugeschrieben wird, stellt die Generation Y die Sinnhaftigkeit ihres Tuns über den Status, die Teamarbeit über Position und Hierarchie. Durch die Tatsache, dass die Generation Y im im medialen Umfeld aufgewachsen ist, haben sie eine sehr Technologie-affine Lebensweise, lieben mobiles Arbeiten, leben die Verschmelzung der Welten Arbeit und Leben und fordern Freiräume ein. Sie suchen nach Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung, für sie muss Arbeit Spaß machen und der Ausgleich zum Privaten ist sehr wichtig. Durch die Always-On-Mentalität (24 Stunden online) ist die Generation Y flexibel und anpassungsbereit und ist selbständiges und unabhängiges Arbeiten gewöhnt. Sie passen sich nicht stillschweigend dem Status-quo der Gesellschaft an, sondern hinterfragen das Gewohnte und fordern starre Strukturen und Traditionen heraus.
Unterstellt wird der Generation Y oft fälschlicherweise, sie sei faul. Diese Behauptung ist jedoch grundlegend falsch. Diese Generation legt Wert auf Teamwork, Sinn, Technologie, ist lernbereit, arbeitswillig, flexibel und anpassungsbereit, selbständig und unabhängig und strebt nach Selbstverwirklichung.
Die Generation Y ist äußerst leistungsfähig, engagiert, motiviert, innovativ und kreativ. Kommunikation und Vernetzung sind ihre Stärken. Doch diese Generation will anders geführt werden. Eine neue Führungs- und Unternehmenskultur muss entstehen, um diese wertvollen Fach- und Führungskräfte ins Unternehmen zu holen und dort zu halten. Informationen und Techniken zu modernen Führungsmechanismen findest du im Profiler Buch.
Kritik an der Jugend: Berühmte Zitate
Die Kritik an der Jugend zeigt sich über die Jahrtausende als Ausdruck tieferliegender Ängste bezüglich des Fortbestehens der Gesellschaft. Denn in vielen Epochen der Geschichte wurde die Jugend kritisch betrachtet und als problematisch empfunden.
Bereits auf einer Tontafel der Sumerer, datiert auf etwa 3000 v. Chr., findet sich die Klage: „Die Jugend zeigt keine Lernbereitschaft.“ Auch in Chaldäa um 2000 v. Chr. wurde die Jugend als „heruntergekommen“ beschrieben, und das Ende der Welt als nahe empfunden. Ähnlich heißt es auf einer babylonischen Tontafel aus dem Jahr 1000 v. Chr.: „Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, böse, gottlos und faul.“ Diese Kritik an den jüngeren Generationen zieht sich durch die gesamte Geschichte. So äußerte der griechische Philosoph Sokrates (470–399 v. Chr.): „Die Jugend von heute besteht aus Tyrannen, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität.“ Sein Schüler Aristoteles (384–322 v. Chr.) ergänzte diese Kritik mit den Worten: „Wenn ich die junge Generation anschaue, verzweifle ich an der Zukunft der Zivilisation.“ Auch im Mittelalter wurde die Jugend als problematisch wahrgenommen, wie der Mönch Peter im Jahr 1274 feststellte: „Die Welt macht schlimme Zeiten durch. Die jungen Leute denken an nichts anderes als an sich selbst.“
Diese kritische Haltung gegenüber der Jugend setzt sich bis in die Gegenwart fort. So schrieb Die Welt im Jahr 2014 über Auszubildende: „Faul, ohne Disziplin, kein Interesse.“ Im September 2017 las man auf managermagazin.de: „Die Generation Y ist verloren. Sie ist überfordert, gierig und überschätzt sich selbst…“
Diese immer wiederkehrende Skepsis gegenüber der jungen Generation lässt sich als ein kulturelles Phänomen erkennen, das sich durch alle Epochen zieht. Oft spiegelt sich in solchen Aussagen weniger eine objektive Beschreibung der Jugend wider, sondern vielmehr die Angst vor gesellschaftlichen Veränderungen, die von der älteren Generation mit Unsicherheit wahrgenommen werden.





