Der Dunning-Kruger-Effekt

Dunning-Kruger-Effekt

Begriff von David Dunning und Justin Kruger aus dem Jahre 1999

Der Dunning-Kruger-Effekt geht auf David Dunning und Justin Kruger aus dem Jahre 1999 zurück. Kurz gesagt besagt der Dunning-Kruger-Effekt, dass, je weniger ich weiß, desto mehr glaube ich Experte zu sein. Hierbei haben wir nicht ausreichend Kenntnisse über eine Thematik, um die eigene Unwissenheit zu diesem Thema ausreichend einschätzen zu können.
Beispiel: bei unerfahrenen Aktieninvestoren erleben wir den Dunning-Kruger Effekt oftmals so, dass diese Personen ihre eigene Fähigkeit stark überschätzen, die Arbeit von echten Experten und Forschern hinreichend beurteilen zu können.

Wikipedia definiert diesen Effekt wie folgt:

Als Dunning-Kruger-Effekt wird die systematische fehlerhafte Neigung relativ inkompetenter Menschen bezeichnet, das eigene Wissen und Können zu überschätzen und die Kompetenz anderer zu unter-schätzen“.

Für das treffsichere Erkennen von Menschen ist die Kenntnis über den Dunning-Kruger-Effekt bedeutsam, da wir dazu neigen, uns selbst alle für absolute Experten im Erkennen von anderen Menschen zu halten. Die Berufsgruppe Richter gehört beispielsweise Studien zufolge zu denjenigen, die am schlechtesten darin sind, andere Menschen und deren Lügen zu durchschauen. Einerseits, weil sie darin viel zu selten wirklich geschult sind, andererseits aber eben auch, weil sie sich von Berufswegen selbst für absolute Experten halten. Jedoch auch abseits von Berufen wie Richter, Polizisten, Zollbeamten oder HR-Experten wird kaum einer selbstkritisch und ehrlich genug sein um zu erkennen und sich einzugestehen, wie wenig wir wirklich über andere Menschen, deren Persönlichkeit, Verhalten und Motive wissen.

kostenloser Kurs Lügen erkennen

In einer von Monica Moore, Professorin für Experimentelle Psychologie von der Webster University in St. Louis, durchgeführten Studie, wurden Teilnehmer gebeten, einen Stummfilm zu entschlüsseln. Frauen konnten zu 87 Prozent erraten, was geschehen ist, Männer hingegen konnten nur 42 Prozent der Zeit die Situation richtig einschätzen. Interessanterweise waren homosexuelle Männer und Männer in hochemotionalen Berufen (Pflege, Lehre und Schauspiel) fast genauso gut wie Frauen. Frauen sind von Natur aus besser darin, Körpersprache zu lesen, weil größere Teile ihres Gehirns aktiv sind, während sie das Verhalten anderer bewerten. MRT-Scans zeigen, dass Frauen 14 bis 16 aktive Hirnareale haben während sie andere analysieren, während Männer nur vier bis sechs aktive Hirnareale haben.

Der Dunning Kruger Effekt Beispiel